Einblicke #4

Fakten zum Magazin

Seitdem Deutschland den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen hat, halten viele das Thema für erledigt. Doch aus dem Atommüll kann niemand aussteigen, im Gegenteil: Wir steigen gerade erst ein in die Suche nach einem Standort für das Endlager für hochradioaktive Abfälle. Mit diesem Heft, für das sich Autoren und Autorinnen auf eine Reise durchs Land begeben haben, wollen wir Ihr Interesse für das Thema wecken. Denn für die Endlagersuche tragen wir alle Verantwortung – nicht nur die Politik.

Artikel-Übersicht im Magazin

01

Clausthal - Endlagerung studieren

Das Thema Endlagerung ist so relevant wie nie zuvor. Spezialisten haben also beste Berufschancen. Wie kommt es, dass es am Institut für Endlagerforschung der Technischen Universität (TU) Clausthal gerade mal zehn Studierende gibt? Unser Reporter war dort.


02

„Früher wurde von oben herab entschieden“

Im Nationalen Begleitgremium sitzen Vertreter von Umweltverbänden, Wissenschaft und Politik, aber auch normale Bürger, um die Standortsuche kritisch zu begleiten. Die Vorsitzende des Gremiums, Prof. Dr. Miranda Schreurs, spricht über die Möglichkeiten und Grenzen dieser Art der Bürgerbeteiligung.


03

Das Geheimnis der Wismut

Zehntausende Kumpel mussten bis in die 1950er Jahre hinein teilweise unter Zwang für die Wismut AG im Erzgebirge schuften, um Uran für Atombomben und Kernkraftwerke zu fördern. Heute gilt es, Umweltschäden zu beseitigen.


04

„Je tiefer wir gehen, desto weniger Daten haben wir“

In der ersten Phase der Endlagersuche sollen auch die Geologischen Dienste der Bundesländer Daten über die Beschaffenheit des Untergrundes in Deutschland liefern. Der Vorsitzende der Landesdienste, Dr. Roland Eichhorn, spricht über die Schwierigkeiten dabei.


05

Beim Nationalen Begleitgremium

In Berlin tagt das Nationale Begleitgremium, in dem auch ganz normale Bürger in die Standortsuche für ein Endlager eingebunden sind. Zum Beispiel Lukas Fachtan, der offiziell als Vertreter der jungen Generation nominiert ist. Wir haben ihn auf eine Sitzung begleitet.


06

Vom Umgang mit Kritik und Fehlern

Seit April 2017 ist die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) damit beauftragt, einen Standort für ein Endlager zu suchen. Ein Gespräch mit den beiden verantwortlichen Geschäftsführern Stefan Studt und Steffen Kanitz über diese große Herausforderung.


07

Deutschland und die Schweizer Endlagersuche

In der Schweiz wird schon seit 1972 nach einem Standort für ein atomares Endlager gesucht. Granit als Gestein hat sich hier als untauglich erwiesen, nun setzt man auf Ton. Und hat ihn sehr nah an der deutschen Grenze gefunden.


08

„Diese fehlende Vorbelastung“

Hendrik Lambrecht gehört zu den sogenannten Zufallsbürgern, die im Nationalen Begleitgremium an der Endlager-Standortsuche beteiligt sind. Hier sagt er, wie er dazu gekommen ist und warum man bei einem so komplexen Thema gerade als Laie einen großen Vorteil hat.


09

Endlager vor den Toren Hamburgs?

In dem schleswig-holsteinischen Dorf Siek im Kreis Stormarn brach kürzlich Unruhe aus: Es gab Gerüchte, der Ort sei in der engeren Auswahl für ein Atommüllendlager. Kurze Geschichte einer unnötigen Aufregung.


10

Rückbau Rheinsberg

In einem Wald am Stechlinsee demontieren Arbeiter seit mehr als 20 Jahren das älteste Atomkraftwerk Deutschlands. Wann sie endlich fertig sein werden, kann niemand genau sagen.


11

Aus Gorleben gelernt

Gorleben im Herbst 2018. Das Holzkreuz im Wald ist verwittert. Hier, unter freiem Himmel, halten seit 30 Jahren jeden Sonntag Widerständler das „Gorlebener Gebet“ ab, eine Andacht gegen ein Atommülllager. Auch am vergangenen Sonntag. Seit mehr als einem Jahr gibt es einen sensibel ausgeklügelten Neustart bei der Endlagersuche. In Gorleben aber wird weiter gebetet. Auch die schlagkräftigen Bürgerinitiativen, die seit 40 Jahren gegen den Plan eines Atommülllagers kämpfen, haben die Arbeit nicht eingestellt. Das Misstrauen der Anwohner ist riesig. Die Geschichte zeigt, warum.


12

Atommüll an der deutschen Grenze

Teile des Saarlands und von Rheinland-Pfalz sind schon heute durch konkrete Endlager-Pläne betroffen – die von Frankreich. In Bure, 150 Kilometern von der deutschen Grenze entfernt, gibt es schon seit Jahren ein so genanntes Untertage-Labor. Das soll jetzt ausgebaut werden.


13

Endlager Suhl

Ein Student stiftet Unruhe: Als 2013 plötzlich die ganze Stadt Suhl in Thüringen vollplakatiert war mit der Forderung, hier das deutsche Atommüllendlager zu errichten, schlugen die Wogen der Empörung hoch.


14

Wohin mit dem deutschen Atommüll?

Atomausstieg: In Deutschland lagern rund 15.000 Tonnen hochradioaktiver Atommüll, für den ein Endlager gesucht wird. Dieser befindet sich zum großen Teil in überirdischen Zwischenlagern – wie dem im westfälischen Ahaus. Dort ist die Sorge der Menschen groß, auf dem strahlenden Abfall sitzen zu bleiben. Und es kommt immer noch neuer hinzu.


15

Geschichte der Endlagerung

Die Geschichte der Endlagerung radioaktiver Abfälle lässt sich nicht erzählen, ohne einen Blick auf die Nutzung der Kernenergie in Deutschland zu werfen. Nachdem die Entscheidung gefallen war, die Nutzung der Atomenergie endgültig zu beenden, war der Weg 2017 frei für einen Neuanfang in der Endlagerfrage. Wie ist es dazu gekommen?


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