Einblicke #14

Fakten zum Magazin

Aufgrund der geologischen Gegebenheiten und des Wasser­eintritts in das Bergwerk steht seit 2013 fest: Der Atommüll muss raus aus der Asse, neu sortiert und verpackt werden – um ihn dann später in ein geeignetes Endlager zu verfrachten. Dabei drängt die Zeit. Denn Expert*innen warnen schon lange, dass die Asse absaufen könnte. Seit 1988 läuft Salzwasser in das Bergwerk. Aktuell sind es rund 12,5 Kubikmeter am Tag.

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) geht in ihrem Arbeitsplan derzeit davon aus, dass wegen der komplexen technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen eine Rückholung des ersten Fasses ab 2033 möglich ist. Bis dahin muss die Infrastruktur unter und über Tage einsatzbereit sein. Da es aber noch länger dauern wird, bis irgendwo in Deutschland ein entsprechendes Endlager betriebs­ bereit ist, muss für die Abfälle ein Zwischenlager errichtet werden.

An diesem Zwischenlager scheiden sich die Geister. Sollte es aus Gründen der Effizienz und Sicherheit auf dem Gelände der Asse entstehen? Oder verspricht ein asseferner Standort höhere Sicher­ heit? Der Ende 2021 abgeschlossene Beleuchtungsprozess gibt darauf keine eindeutige Antwort. Die BGE wird weiterhin den Dialog mit der Öffentlichkeit und der Asse­2­Begleitgruppe pflegen, zugleich aber im Sinne der gesetzlich geregelten Unverzüglichkeit die Antrags­unterlagen vorbereiten und sich dem Genehmigungsverfahren stellen.

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