Infostelle
Morsleben

Infostelle wieder geöffnet

Die Infostelle Morsleben ist seit dem 1. September 2021 wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Nach der Schließung im Zuge der Corona-Pandemie stehen die Mitarbeiter*innen ab sofort auch wieder persönlich für Fragen zu den Projekten zur Verfügung. Es gilt die 3G-Regel, bitte bringen Sie entsprechende Nachweise mit. Das Angebot der Bergwerksbesichtigungen bleibt vorerst ausgesetzt.

Die Infostelle ist aktuell wie folgt geöffnet:

Di und Do 9:00 – 15:00 Uhr und nach Vereinbarung

Informations- und Diskussionsort zum Endlager Morsleben

Erfahren Sie in der Infostelle Morsleben etwas über die Geschichte des Endlagers Morsleben, seine Geologie, aktuelle Arbeiten, die geplanten Stilllegungsmaßnahmen sowie den Stand des Stilllegungsverfahrens. Verschaffen Sie sich in der Ausstellung einen ersten Überblick und klären Sie ihre Fragen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BGE im Café der Infostelle. In der Infostelle beginnen auch die Befahrungen des Endlagers, für die eine Voranmeldung erforderlich ist. Schulklassen können die Infostelle als außerschulischen Lernort nutzen, um sich vor Ort über das Endlager Morsleben oder allgemein über die Endlagerung radioaktiver Abfälle sowie die Standortsuche für hochradioaktiven Atommüll zu informieren. Gerne kommen wir aber auch zu Ihnen und informieren Sie an Ihrer Schule, in Ihrem Verein oder bei anderen Gelegenheiten.


Infostelle Morsleben

Öffnungszeiten

Die Infostelle ist aktuell wie folgt geöffnet:

Di und Do 9 – 15 Uhr und nach Vereinbarung

Kontakt und Anfahrt

Amalienweg 1
39343 Ingersleben OT Morsleben
Telefon: 039050 979931
Fax: 039050 8493
E-Mail:

Der Weg zur Info Morsleben ist in der Ortschaft Morsleben ausgeschildert.

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Angebote für Schulklassen

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung bietet in der Infostelle Morsleben spezielle Angebote für Schüler*innen und junge Leute an. Nach den Ergebnissen der 18. Shell Jugendstudie sind umweltpolitische Themen seit mehreren Jahren immer mehr in den Fokus junger Menschen gerückt. Die Endlagerung von Atommüll spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle – es dominieren die Themen Klimawandel und Verschmutzung der Umwelt. Da es sich bei der atomaren Endlagerung um eine Generationenaufgabe handelt, wird der Atommüll die junge Generation noch ihr gesamtes Leben begleiten. Um jungen Menschen das Thema der Endlagerung von radioaktivem Abfall näher zu bringen, bietet die Infostelle Morsleben ein vielfältiges vor-Ort Angebot. Dazu zählen:

  • Besuch der Infostelle und deren Ausstellungen
  • Vorträge
  • Die Besichtigung des Endlagers Morsleben inklusive Grubenfahrt
  • Ein Planspiel zur Suche nach einem sicheren Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle.

Einige der Angebote sind ebenso digital erleb- und durchführbar.
 

Die Infostelle – Ausstellung, Vorträge, Diskussion

Die Infostelle Morsleben ist ein Lernort zu interdisziplinären Fragestellungen. Eine Ausstellung der Gegenwart sowie eine historische Ausstellung mit vielen Dokumenten und Exponaten aus mehr als einem Jahrhundert Zeitgeschichte bieten die Möglichkeit, Inhalte selbst zu erarbeiten und im Klassenverband zu diskutieren. Neben klassischen Ausstellungsführungen und Vorträgen führt auch eine eigens konzipierte Rallye die Schüler*innen durch die beiden Ausstellungen. Die Rallye setzt sich aus vielen Fragen zusammen, die durch Lesen, Zuhören und Interagieren in den Ausstellungen zu beantworten sind. Der zur Verfügung stehenden Fragenpool ermöglicht die Anpassung der Ausstellungsrallye an den Bildungstand der Schüler*innen und den Themenschwerpunkt des Besuchs, wodurch sie ein gutes Hilfsmittel bei der Erschließung der einzelnen Inhalte ist.

Ein Besuch der Infostelle Morsleben lässt sich flexibel gestalten. Er richtet sich an Schüler*innen ab der 9. Klassestufe. Für einen Besuch der Infostelle soll die Gruppengröße 28 Personen nicht übersteigen.
 

Eine Person zeigt mit dem Zeigefinger auf ein Modell des Endlagerbergwerks.
© BGE
In der Infostelle vermittelt ein Modell des Grubengebäudes vom Endlager Morsleben anschaulich die geologische und räumliche Situation unter Tage.

Didaktik und Inhalt

Neben den Informationen rund um das Thema Endlagerung von atomaren Abfällen und Geologie von Bergwerken, bietet die Infostelle Morsleben für Schulklassen ebenso die Möglichkeit, sich über die Geschichte des Nationalsozialismus und die deutsch-deutsche Geschichte zu informieren. Die angebotenen Formate bieten viel Raum für Eigenarbeit und Teilhabe seitens der Schüler*innen.

Es können Inhalte aus den Lehrplänen der Fächer Ethik, Geschichte, Naturwissenschaften, Politik sowie Werte & Normen bearbeitet werden. Gerne stellt das Team der Infostelle mit den Lehrkräften ein individuelles auf Klassen- und Leistungsstufen angepasstes Programm zusammen. 

Sollten Sie keine Möglichkeit haben, die Infostelle zu besuchen, kommen die Mitarbeiter*innen alternativ in Ihre Schule/Klassen und stellen den Schüler*innen die zuvor besprochenen Themen in einer Schulstunde oder auch an einem dafür ausgewählten Projekttag vor.
 

Besichtigung des Endlagers Morsleben – auch digital möglich

Bei der Besichtigung des Endlagers Morsleben besuchen die Schüler*innen verschiedene Orte im Endlagerbergwerk und gewinnen viele Eindrücke von unter Tage. Unter anderem von einer Abbaukammer mit einem Hohlraumvolumen von fast 20.000 Kubikmetern und auch von spannenden und vielleicht bislang unbekannten Berufen.

Die Dauer der Besichtigung des Endlagers beträgt rund fünf Stunden. Nach dem Einführungsvortrag in der Infostelle und einer Sicherheitsunterweisung betreten die Schüler*innen das Betriebsgelände und ziehen sich für die Grubenfahrt um. Die Kleidung für die Befahrung wird von der BGE gestellt. Nach zwei Stunden in der Grube kehren die Schüler*innen für einen Imbiss in die Infostelle zurück, an dessen Anschluss in der gesamten Runde über das Erlebte gesprochen und offene Fragen beantwortet werden.

An einer Befahrung können maximal 14 Personen teilnehmen. Bei Bedarf ist auch ein Befahrungsangebot mit 28 Personen möglich – sprechen Sie uns an. Das Mindestalter für eine Befahrung beträgt 14 Jahre. Ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) ist erforderlich.

Das Endlager Morsleben können Sie alternativ ebenso digital besuchen. Mit einer geführten Online-Tour durch den 360°-Rundgang des Endlagers ist dies sowohl aus der Schule/von zu Hause aus möglich, als auch aus der Infostelle heraus. In der Infostelle besteht sogar die Möglichkeit, den Rundgang mit VR-Brillen zu erleben, was intensivere Eindrücke ermöglicht. Die Mitarbeiter*innen der Infostelle stehen Ihnen auch bei diesem Format zur Verfügung.  Für eine Teilnahme von extern wird ein internetfähiges Endgerät mit einem Mikrofon benötigt.

Drei Personen stehen in einem Förderkorb während dieser den Schacht hinunter gleitet.
© BGE
Mit dem Förderkorb erreichen die Besucher*innen in rund 380 Metern unterhalb der Tagesoberfläche den Start- und Endpunkt ihrer fast zweistündigen Führung unter Tage.
Vier Personen gehen zu Fuß durch eine Strecke unter Tage.
© BGE
Zu Fuß und mit dem Auto werden die verschiedenen Besichtigungspunkte im Endlagerbergwerk angesteuert.
Ein Mitarbeiter der BGE erklärt einer Besuchergruppe die Geologie einer Abbaukammer.
© BGE
Steinsalz ist im Endlager Morsleben allgegenwärtig. Dessen Förderung hat viele Hohlräume unter Tage geschaffen.

Planspiel zur Endlagersuche – sowohl analog als auch digital

Ein weiteres Angebot an Schüler*innen ist die Teilnahme an einem analog oder digital veranstalteten Planspiel. Ausgangspunkt des Spielszenarios ist das Jahr 2026: Der Bundestag hat mehrere Regionen Deutschlands, darunter den (fiktiven) Landkreis Bergnitz, als mögliche Standortregion für die untertägige Erkundung bestimmt. In Bergnitz gibt es zwei mögliche Bauplätze für ein Erkundungsbergwerk: Einer befindet sich in der Nähe einer Stadt, ein anderer in einem Naturschutzgebiet. Der Landkreis richtet einen runden Tisch ein, um mit den verschiedenen Verantwortlichen und Stakeholdern in den Austausch zu kommen. Am Ende soll eine gemeinsame Position zu dem weiteren Vorgehen für die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle gefunden sein. Die Spieler*innen übernehmen dabei die Rollen der beteiligten Parteien, Bürgerinitiativen oder Unternehmen und sollen deren Standpunkte in der politischen Auseinandersetzung überzeugend vertreten.

Das Planspiel lässt die Schüler*innen Teil der Suche für einen sicheren Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle werden. Dabei lernen die Schüler*innen nicht nur das für die Suche geltende Standortauswahlverfahren und die zentralen Argumente der beteiligten Akteure kennen. Sie erfahren spielerisch, dass der Prozess der (politischen) Entscheidungsfindung oftmals mit unterschiedlichen Zielstellungen und schwer lösbaren Auseinandersetzungen einhergeht.

Das Planspiel verläuft in mehreren Phasen. Die Vorstellung des Spielszenarios und die Vergabe der Spielrollen bilden den Auftakt. Darauf folgt das aktive Spielgeschehen mit Besprechungen, Verhandlungen und dem Austausch am runden Tisch. Zum Schluss des Planspiels werten die Schüler*innen gemeinsam die Ergebnisse und den Verlauf des Spiels aus.

Das Planspiel richtet sich an 15 bis 30 Personen ab der 10. Klasse. Die Spieldauer beträgt 3 bis 4 Stunden.

Die Handreichung zur Durchführung des Planspiels liegt auf einem Tisch
© BGE
Das Planspiel thematisiert politische Entscheidungsprozesse und die Diskussion über die Endlagerung radioaktiver Abfälle.
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